
Die klassische Raumplanung ist ohne den Einsatz eines Geographischen Informationssystems faktisch nicht mehr vorstellbar. Die vielfältigen Vorteile, die alleine aus der digitalen Ablage der Rauminformation zutage treten, verbunden mit den umfangreichen Möglichkeiten der Datenanalyse, der digitalen Kartenausgabe und der Vereinheitlichung der Datenbestände, führen immer zum Einsatz eines GIS.
Eine Vielzahl an Planungsebenen weist diese Charakteristika aus:
- Umweltverträglichkeitsstudie / -prüfung
- Landschaftsplan
- Ökologische Beweissicherung
- Landschaftspflegerischer Begleitplan
- Entwicklungskonzepte
- Flächennutzungsplan
- Ermittlung von Potentialflächen
- Standort- und Risikoflächenanalysen
- Ökosystemforschung
- Schutzgebietsausweisungen
- Landschaftlicher Entwicklungsplan
- Grünflächenplanung
- Kompensationsflächenplanung
- Bauleitplanung
- und viele weitere...
In den genannten Fachplanungen sind wir mit unseren Partnern aktiv. Unseren Teil sehen wir in der professionellen Unterstützung der Planung mit Geographischen Informationssystemen, hier vor allem mit ArcGIS, um den Bereich der digitalen Datenerfassung, der Kartographie und der GIS-gestützten Analyse abzudecken. Schwerpunkte sind häufig Fragestellungen, die aus dem Themenkomplex der Umweltanalyse resultieren.

Das Amtliche Topographisch-Kartographische Informationssystem (ATKIS) der bundesdeutschen Landesvermessungsämter beinhaltet flächendeckend Geobasisdaten zur Darstellung eines Digitalen Landschaftsmodells (DLM) in verschiedenen Maßstäben. Basis-Maßstab ist 1:25.000 im DLM25, für andere Maßstäbe werden entsprechende Ableitungen generiert (z.B. DLM1000 für 1:1.000.000). ATKIS bildet damit hochaktuell die Verhältnisse im Bereich Realnutzung, Infrastruktur und Gelände ab.

Ähnlich wie bei ALK erfolgte auch hier die Abgabe der Daten bisher vorwiegend über das Format der Einheitlichen Datenbank-Schnittstelle (EDBS). Diese wird zunehmend abgelöst durch das Format NAS (Normbasierte Austausch-Schnittstelle). Für beide Formate stellen wir entsprechende Schnittstellen-Programme zur Verfügung, die die Datenübernahme in das Geographische Informationssystem ArcGIS gewährleisten. Hier sind vor allem unsere Produkte NAS-Reader und ALK/ATKIS-Reader zu nennen.
Die Option, ArcGIS-Daten in umgekehrter Richtung nach EDBS überführen zu können, läßt sich mit unserem Produkt ARCEDBS realisieren.
An Referenzen für Datenkonvertierungen aus dem EDBS-Format sind zu nennen die jeweils landesweiten Umsetzungen der Geobasisdaten ATKIS in den Bundesländern Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt nach ArcGIS. Erzeugt wurden jeweils mehrere Millionen Flächen-, Linien- und Punktobjekte. Speziell im Fall Niedersachsen konnte ein vollständiges und updatefähiges Datenmodell im Datenbanksystem ArcSDE konzipiert und realisiert werden.
Die Geodatenbank ATKIS DLM25 bildet in ihrer umgesetzten und in ArcGIS integrierten Form einen zentralen Bestandteil des GEOinformationsSystems UMwelt (GEOSUM), welches im Bereich der niedersächsischen Umweltverwaltung zum Einsatz gelangt.


Das Automatisierte Liegenschafts-Kataster (ALK) stellt das digitale Basissystem der bundesdeutschen Katasterverwaltungen dar. Es stellt im Prinzip ein Abbild der Flurkarte bzw. der Deutschen Grundkarte dar und wird vorrangig im Maßstabsbereich 1:1.000 bis 1:5.000 eingesetzt. Zentrale Informationsebenen sind die Flurstücke und die damit verbundenen Eigentümernachweise über ALB. Über ALKIS, das Amtliche Liegenschafts-Kataster-Informationssystem, werden die beiden Informationsebenen ALK und ALB zusammengeführt.

Die Abgabe der Daten erfolgte bisher vorwiegend über das Format der Einheitlichen Datenbank-Schnittstelle (EDBS) und wird zunehmend abgelöst durch das Format NAS (Normbasierte Austausch-Schnittstelle). Für beide Formate stellen wir entsprechende Schnittstellen-Programme zur Verfügung, die die Datenübernahme in das Geographische Informationssystem ArcGIS gewährleisten. Hier sind vor allem unsere Produkte NAS-Reader und ALK/ATKIS-Reader zu nennen.

Der ALK/ATKIS-Reader beinhaltet zusätzlich zum eigentlichen Umsetzungsprogramm eine ArcView- bzw. ArcMAP-Erweiterung zur Visualisierung der Ergebnisse: nach Folien getrennt liefern sie hochwertige Kartendarstellungen mit Punktsymbolen, Liniensignaturen und Betextungen mit Zuordnungspfeilen.

Aufgrund der Vielzahl der in der Praxis eingesetzten Geographischen Informationssysteme besitzt der digitale Datenaustausch innerhalb der unterschiedlichen Systeme und Datenmodelle einen außerordentlich hohen Stellenwert. Hier entscheiden Fragen der Formatkompatibilität und der Flexibilität in der Generierung der verschiedenen Modelle entscheidend über Einsatzmöglichkeiten eines Systems. Neben einer Anzahl verschiedener Schnittstellen bieten wir hier auch direkt die Möglichkeit der digitalen Konvertierung von Geodaten als Dienstleistung.
Eine Datenkonvertierung ist möglich für die Formate
- ArcGIS: Personal und Filebasierte GeoDatabase, Shapefile
- ArcInfo: Coverage und Exportfile-Format
- SICAD-SQD-Format
- GDF (General DataFile-Standard)-Format
- DXF-Formate für CAD-basierte Systeme
- Intergraph- bzw. Bentley-Formate (z.B. DGN)
- EDBS-Format für ATKIS und ALK
- ASCII-Formate (z.B. GENERATE)
- Diverse Rasterformate (TIFF, JPEG, ERDAS, RLC u.a.)
Der Aufwand und damit die finanzielle Kalkulation für die Datenkonvertierung hängen entscheident ab von der physikalischen Menge, die es umzusetzen gilt, und den in Frage kommenden Formaten. Formale Fehlerfreiheit der umzusetzenden Dateien wird vorausgesetzt. In aller Regel erfolgt die Kalkulation einzelfallweise in Abstimmung mit dem Auftraggeber. Umsetzungen auch größter Datenmengen mit mehreren Millionen Objekten, hier vor allem im Bereich ATKIS und ALK, sind ohne weiteres möglich.

Für die Konvertierung werden entweder die Schnittstellen innerhalb der Systeme ArcGIS und ArcView oder die über unser Büro verfügbaren und entwickelten Programme eingesetzt. Letzteres beinhaltet die Produkte
Im Einzelfall besteht auch die Möglichkeit, direkt die Programmierung weiterer Schnittstellen bei uns zu beauftragen, um spezielle Einzelformate umzusetzen und digital verfügbar zu machen. Hier ist für den zu berücksichtigenden Aufwand die Komplexität des umzusetzenden Formates entscheidend.
Auszugsweise einige Referenzen:
- ALK-Umsetzungen diverser Gemeinden und Landkreise
- Landesweite ATKIS-Umsetzungen verschiedener Bundesländer
- SICAD-SQD-Umsetzungen verschiedener Fachdaten
- GDF-Umsetzungen von Straßennetzdaten
- Umsetzungen spezieller Formate nach ArcGIS, z.B.
- Daten des Deutschen Wetterdienstes
- Feldstärkedateien der Telekom
- Senderausbreitungen des Bayerischen Rundfunks
- Digitale Geländemodelle der Landesvermessung
- Modellergebnisse von Lärmausbreitungen

Im Rahmen der digitalen Bearbeitung raumbezogener Themen mit einem Geographischen Informationssystem stellt sich die Notwendigkeit der kartographischen Darstellung der Ergebnisse. Die freie Kombination Vektor- und Raster-basierter Basisdaten, vielfältige Möglichkeiten in der Erstellung eines ansprechenden Layouts, freie Legendengenerierung und die Ansteuerung modernster Plot- und Druckertechnik ermöglichen eine vollständige digitale Kartographie in der Projektbearbeitung.
Softwareseitig werden für die Kartenausgabe und die digitale Kartographie die Systeme ArcGIS, ArcPress und ArcView eingesetzt. Damit wird das gesamte Spektrum von einfachen Arbeits- und Projektkarten bis hin zu hochqualitativen Druckwerken, Postern und Ausgabekarten abgedeckt. Ausgabeformate zwischen DIN-A4 und Übergröße DIN-A0 sind möglich.

Bürointern erfolgt die Ausgabe über mehrere DIN-A0 Tintenstrahlplotter der Serie HP Designjet. Die technisch realisierbare Auflösung von bis zu 1200 dpi ermöglicht die hochqualitative Ausgabe der Kartenwerke, die Bestandteil von Gutachten und Fachplanungen darstellen. Poster werden ebenfalls über diesen Weg ausgegeben, des weiteren alle Arbeits- und Projektkarten. Die vollständig hybride Ausgabe von Raster- und Vektorinformationen über Formate wie RTL und Postscript bilden ideale Rahmenbedingungen beim Einsatz Geographischer Informationssysteme.
Sobald qualitativ höhere Anforderungen vorliegen, als sie durch den Einsatz von Tintenstrahlplottern gelöst werden können, werden über Partnerfirmen weitere digitale Druckverfahren herangezogen. Die bis Übergröße DIN-A0 möglichen Ausgaben werden nach wie vor in ArcGIS erzeugt, ggf. einer Farbseparation unterzogen und über das Postscript-Format an eine Druckerei übergeben. Dort erfolgen dann Belichtung und Druck mit Auflösungen bis zu 2400 dpi.

Für bestimmte Anwendungsbereiche sind in der Systemumgebung von ArcGIS eigene Fachschalen entwickelt worden, die es beispielsweise erlauben, die Geobasisdaten von ATKIS kartographisch aufbereitet in den verschiedenen Maßstäben von 1:5.000 bis 1:500.000 auszugeben. Das Basissystem ist hier KARMA (Kartographisches Ausgabe- und Rechen-Modell für ATKIS).

Ausgesuchte Referenzen im Bereich der Kartenausgabe und digitalen Kartographie:
- Kartographisches Ausgabemodell für ATKIS (KARMA)
- Kartographisches Ausgabemodell zur Waldfunktionenkarte Niedersachsen (AWANI)
- Umweltmonitoring von Zustand und Nutzung der Hochmoore in Niedersachsen
- Hochwasserschutz: Überschwemmungsgebiete in Niedersachsen
- Kartensatz zum MAB6-Projekt 'Ökosystemforschung Nationalpark Berchtesgaden'
- 1. Preis Posterwettbewerb ESRI-USA mit 'Umweltverträglichkeit Verkehrsnetz Würmtal'
- Kartensätze zu den Projekten 'Nationalpark Elbtalaue' und 'Ökosphärenreservat Elbe'
- Waldfunktionenkarten Niedersachsen
- Waldbesitz- und Baumartenkarten Niedersachsen
- Planungs- und Maßnahmenkarten Niedersachsen
- Kartenband "Kommunionsforsten Harz"
- Waldschutzgebietskonzept Niedersachsen
- Schutzgebietskarte Niedersachsen

Eine Vielzahl von Kartenwerken und Druckausgaben im Rahmen von Gutachten und Fachplanungen, z.B.:
- Umweltverträglichkeitsstudien
- Landschaftspflegerischen Begleitplänen
- Ökologischen Beweissicherungen
- Landschaftsplänen
- Flächennutzungsplänen
- Risiko- und Potentialflächenanalysen












