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    Frohe Weihnachten und herzlichen Dank für das Vertrauen im vergangenen Jahr. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien erholsame Feiertage, Gesundheit und Zuversicht. Für das neue Jahr viel Erfolg, neue Chancen und eine weiterhin angenehme Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf gemeinsame Projekte.
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    Interesse an einem aktuellen und hochaufgelösten DSM02 für 10 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland? Oder an bundesweiten DGM1-/DOM1-Auswertungen? Hier erfahren Sie… Mehr
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Wir verbinden Menschen und Informationen


GISCON bietet seit 1993 Leistungen, die im Zusammenhang mit der Bereitstellung und Anwendung von

  • Geographischen Informationssystemen (GIS) und
  • Enterprise Resource Planning-Systemen (ERP) stehen.

Alle GISCON-Leistungen zielen darauf ab, Menschen bei ihrer täglichen Arbeit besser mit entscheidungsrelevanten Informationen zu versorgen und Arbeitsprozesse zu optimieren.

Dazu setzen wir modernste Informations-Technologien ein, die operative Prozesse in Verwaltung und Privatwirtschaft schneller, sicherer und nachhaltiger machen. Unsere Lösungen decken mit Desktop-, Server-, Web-, Mobil- und Cloud-Anwendungen ein überaus breites Einsatz-Spektrum ab. Als Entwicklungspartner führender System-Hersteller, wie z.B. ESRI Deutschland GmbH, übernehmen wir darüber hinaus eine aktive Rolle bei der Entwicklung innovativer Lösungskonzepte.

 

GISCON-Kompetenzteams in Deutschland und Kuwait

Mit 6 Firmen an den 4 Standorten Braunschweig, Dortmund, Bergkamen und Freising ist GISCON in Deutschland flächendeckend vertreten. Kunden im Mittleren Osten finden darüber hinaus kompetente Ansprechpartner in unserer Niederlassung in Kuwait.

Insgesamt verknüpfen über 40 Mitarbeiter bewährte Lösungen mit aktuellstem Know-how. Unsere optimal geschulten Teams aus umwelt- und planungsrelevanten Fachsparten sowie Ingenieure der Informatik und Geo-Informatik garantieren die intensive und kompetente Betreuung unserer Kunden. Als eingespielte und leistungsorientierte Kompetenzteams realisieren sie komplexe Projekte im vorgegebenen Zeit- und Budgetrahmen.

Gewässerbezogene Fachdaten - Redundanzfreie und konsistente Speicherung

 

Die Datenspeicherung und -verarbeitung basiert im Gesamtkonzept der HydroTools® wesentlich auf der Verwendung der ESRI-Event-Technologie. Hierbei werden Fachdaten als Eventtabellen gespeichert und über die lineare Referenzierung mit Gewässerrouten verschiedener Maßstäbe verknüpft. Eine redundante Speicherung von Fachdaten entfällt somit.


Hintergrund

Bei der Esri-Event-Technologie werden Fachdaten als sog. Events (Ereignisse) mit einer Route verknüpft (dynamische Referenzierung). In diesem Kontext ist eine Route dadurch charakterisiert, dass für die einzelnen Stützpunkte der Geometrie zusätzlich sogenannte M-Werte gespeichert werden. Im Falle der Gewässerrouten wird in den M-Werten die Gewässerstationierung, aufsteigend von der Mündung bis zur Quelle, gespeichert, wodurch sich Events entlang dieser Route positionieren lassen. So lässt sich bspw. die Gewässerstruktur über Kilometerangaben für den Beginn und das Ende eines Gewässerabschnittes entlang eines Fließgewässers positionieren. Diese Art der Attributzuweisung wird auch als "dynamische Segmentierung" bezeichnet. Anders als bei der Attributierung von Liniengeometrien ist dort eine Segmentierung der zugrundeliegenden Geometrie nicht notwendig. Attribute werden nur lose mit der Route verknüpft und teilen diese nicht. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine große Anzahl von Punkt- oder Linien-Fachthemen gewässerbezogen darzustellen ist.

Weitere Vorteile der Esri-Event-Technologie liegen in der einfachen Bearbeitungsmöglichkeit der tabellarisch vorliegenden Fachdaten und der maßstabsübergreifenden Verwendbarkeit, wodurch redundante Geometrien vermieden werden.


EventKonvertierung - Konvertierung von Geometrien in Events

Mit Hilfe der Konvertierungsfunktionen von ArcGIS for Desktop lassen sich Fachdaten aus Featureklassen in Eventtabellen umwandeln. Für die Konvertierung wird derzeit ein Fehlermanagement entwickelt, um Zuordnungsprobleme auf Grund geometrischer Ungenauigkeiten automatisiert zu behandeln. Über die Verknüpfungsfunktionen wird eine automatisierte M-Wert-Anpassung bei Änderungen der zugrundeliegenden Basisgeometrie vorgenommen, so dass die Datenintegrität gewahrt bleibt.


EventFreihand-Tool - Interaktive Erstellung und Bearbeitung von Events

hydrotools freihandtool
Das EventFreihand-Tool ist ein vom Datenkontext unabhängiges Werkzeug für die interaktive Erstellung und Bearbeitung von Eventdaten. Die Bearbeitungsoption ermöglicht eine schnelle Korrektur fehlerhafter Eventdaten.

Werden Events erzeugt, geändert oder gelöscht, bleibt dem Benutzer nur die direkte Manipulation der Eventtabelle. An dieser Stelle kommen die Stärken das EventFreihand-Tools zum Tragen. Es unterstützt den Benutzer beim Anlegen und Verwalten von Events durch eine intuitive Bedienbarkeit: Events werden direkt in der Karte bearbeitet und hinzugefügt. Besonders in Verbindung mit dem zuschaltbaren Fangmechanismus von ArcMap ermöglicht das EventFreihand-Tool so eine genaue und schnelle Bearbeitung von Eventthemen.


Eventmanager - Analyse und Bearbeitung von Events

hydrotools Eventmanager
Der Eventmanager ist ein vom Datenkontext unabhängiges Werkzeug zur Analyse und Bearbeitung von Eventdaten. Egal ob es sich bei Ihren Daten um Gewässer, Straßen oder sonstige Routen handelt: mit dem Eventmanager können Sie alle Arten von Events analysieren und bearbeiten. Dabei ermöglicht die Analyseoption eine schnelle Kontrolle regelbezogener Daten und die Bearbeitungsoption eine schnelle Korrektur fehlerhafter Events.

Eventthemen unterliegen häufig strukturellen Regeln, die Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz der Eventthemen sind. Beispielsweise kann die Gewässergüte gut als Eventthema modelliert werden. Dabei handelt es sich um Linien-Events, die sich jeweils auf einen Gewässerabschnitt beziehen. Beziehen sich mehrere Events des gleichen Themas auf den gleichen Gewässerabschnitt, ist davon auszugehen, dass einige dieser Events fehlerhaft sind.

Für Featureklassen lassen sich unter ArcMap Topologische Regeln definieren, überprüfen und über bereitgestellte Werkzeuge ggf. korrigieren. Für Eventthemen hingegen fehlt diese Möglichkeit. Genau hier setzt der Eventmanager an und stellt dem Nutzer die geeigneten Werkzeuge zur Verfügung.

Soll bspw. ein Eventdatensatz daraufhin untersucht werden, ob sich zwischen den Events Lücken befinden, muss der Datensatz nur in ArcMap geladen und im Eventmanager ausgewählt werden. Die im Eventmanager integrierte Bearbeitungsoberfläche ermöglicht das direkte Korrigieren fehlerhafter Events. Durch die "ZoomTo" Funktion ist gleichzeitig eine visuelle Kontrolle der fehlerhaften Events möglich.

Folgende Analysen sind bisher möglich*:

Lücke (Linien-Events)
Benachbarte Linienevents werden anhand eines vorzugebenden Schwellenwertes auf Durchgängigkeit geprüft.
Überlappung (Linien-Events)
Benachbarte Linienevents werden anhand eines vorzugebenden Schwellenwertes auf eine Überlappung geprüft.
Falsche Richtung (Linien-Events)
Die From- und To-Werte des Events werden überprüft, ob sie in aufsteigender M-Wert Folge angelegt wurden.
Keine Länge (Linien-Events)
Die Länge jedes Events wird daraufhin überprüft, ob sie einen vorzugebenden Schwellenwert unterschreitet.
Doppelte Events (Linien- und Punkt-Events)
Events werden auf Gleichheit geprüft.
Änderung Routengeometrie (Linien- und Punkt-Events)
Ermittelt die von einer Änderung der Routengeometrie betroffenen Events und passt diese halbautomatisch an.
Durchgängigkeit (Linien- und Punkt-Events)
Ermittelt, ob ein Fließgewässer für eine bestimmte Fischart passierbar ist.


Die innerhalb des Tools zur Verfügung stehenden Bearbeitungsmöglichkeiten sind an die Analysen angepasst und ermöglichen eine Eventbearbeitung, die zum erfolgreichen Abschluss der Analysen führt. Im Einzelnen stehen folgende Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung:

Hinzufügen (Linien- und Punkt-Events)
Fügt der ausgewählten Route ein Event hinzu.
Löschen (Linien- und Punkt-Events)
Löscht die ausgewählten Events.
Ändern (Linien- und Punkt-Events)
Eventattribute können verändert werden.
M-Wert tauschen (Linien-Events)
Vertauscht die From- und To-Werte der ausgewählten Events.
Teilen (Linien-Events)
Teilt ein Linien-Event in zwei Events auf.
Vereinen (Linien-Events)
Verschmelzt zwei Linien-Events zu einem.
Kontakt (Linien-Events)
Schließt Lücken zwischen Linien-Events.
Information (Linien- und Punkt-Events)
Stellt die Eventattribute zweier Events vergleichend nebeneinander.


Für jedes Bearbeitungswerkzeug existiert eine angepasste Oberfläche, in die in der Regel die Events aus dem Anzeigenbereich in den Bearbeitungsbereich per Drag & Drop gezogen werden.

Zentrales Element bildet der Anzeigenbereich, der die Routen und Events hierarchisch als Baumstruktur abbildet. Die Anzeige kann vom Benutzer eingeschränkt werden, so dass bspw. nur fehlerhafte Events angezeigt werden oder die Anzahl der darzustellenden Routen eingeschränkt wird. Somit können die Daten zielgerichtet und performant bearbeitet werden.

*Eine benutzerspezifische Anpassung und Erweiterung ist natürlich möglich. Sprechen Sie uns an!


Bearbeitung des Gewässernetzes - Maßgeschneiderte Funktionen für definierte Aufgaben

 

Um die Bearbeitung des Gewässernetzes optimal zu unterstützen, wurden sowohl ausgewählte Esri-Standardfunktionalitäten zum Bearbeiten und Speichern als auch angepasste Werkzeuge in der Editierleiste von HydroTools zusammengefasst.

hydrotools Editierleiste 1


hydrotools Editierleiste 2

So wird beispielsweise durch die automatisierte Attributpflege gewährleistet, dass vorgenommene Änderungen durch automatisch vergebene Metadaten (z.B. Erstellungsdatum, Fortschreibungsdatum, festgelegte Kodierungen u.a.) dokumentiert werden.


Aufbereitung des Gewässernetzes

GIS-Analysen und die Berechnungen von Gewässerrouten sind fachlich nur sinnvoll, wenn das zugrunde liegende Gewässernetz topologisch geschlossen ist. Da die Gewässernetze der Landesvermessungen diese Voraussetzung oftmals nicht erfüllen, wurden verschiedene Funktionen entwickelt, die den Nutzer bei der Analyse und effizienten Überarbeitung der Gewässernetze unterstützen.

Über die Funktion "Finde Lücken" werden bspw. automatisiert freie Enden im Gewässernetz ermittelt und automatisch nach den Punktarten

  • Quellen
  • Lücken
  • Mündungspunkte
  • Mündung in flächenhafte Fliessgewässer
  • Mündung in Seen
  • Mündung in Meer
  • vermutlich Lücke
klassifiziert und dargestellt.


hydrotools Gewaesser aufbereiten

Für weitergehende Analysen im Gewässernetz ist zudem die korrekte Ausrichtung der Gewässergeometrien von der Quelle in Richtung Mündung hilfreich und für die Routenberechnung notwendig. Die Funktion "Gewässer ausrichten" prüft basierend auf der Gewässerkennzahl, ob die Ausrichtung der Geometrien in Fließrichtung gegeben ist und korrigiert sie gegebenenfalls.

Zusätzlich zu den geometrischen Analysefunktionen, die beispielsweise die Konsistenz zwischen der Gewässer- und Einzugsgeometrie überprüfen, stehen weitere attributive "Plausibilisierungsfunktionen" zur Validierung des Gewässer-Datensatzes bereit.

Grundlage für die automatische Ableitung von Gewässerverzeichnissen ist das Gewässernetz mit seinen Attributen, die teilweise automatisiert berechnet werden. Ein Beispiel hierfür ist die Information, von welcher Seite ein Nebenfluss in den Vorfluter mündet. Über die Funktion "Bestimme Lage" wird hierfür das Attribut "Lage" mit einem entsprechenden Wert belegt.


RoutenTool

Das RoutenTool bietet dem Nutzer als Bestandteil der HydroTools® die Möglichkeit, aus Gewässergeometrien anhand festgelegter Verfahren Gewässerrouten zu berechnen und abzuspeichern. Bei der automatisierten Erstellung für unterschiedliche Maßstabsebenen werden die Anforderungen der LAWA-Richtlinie zur Gebiets- und Gewässerverschlüsselung berücksichtigt.

Die berechneten Gewässerrouten sind die Grundlage für die Anwendung der Esri-Event-Technologie. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie Im Modul "Gewässerbezogene Fachdaten".

hydrotools Erzeuge Routen

Zur Erzeugung der Routen werden folgende Schritte in einer Schleife abgearbeitet:

  • Selektion aller Gewässergeometrien mit gleicher Routenkennung
  • Bestimmung der Mündung selektierter Features
  • Prüfung des Mündungssegments auf Lückenschluss
  • Zusammenfassung selektierter Features
  • Überprüfung, ob in der Ziel-Gewässerroute übereinstimmende Routen vorliegen
  • Ggf. Löschen vorhandener Routengeometrien
  • Berechnung der Kilometrierungswerte (M-Werte) und Speicherung in der Gewässer-Routengeometrie

Zur Mündungsbestimmung selektierter Gewässergeometrien ist ein Verfahren implementiert, das bei unklaren Geometrien (beispielsweise bei Bifurkationen) die "Hauptachse" der selektierten Gewässergeometrien bestimmt und als Routengeometrie verwendet. Die Bestimmung der Mündung erfolgt anhand attributiver und geometrischer Abfragen.

Gemäß "LAWA-Richtlinie zur Gebiets- und Gewässerverschlüsselung" sind bei der Berechnung der Stationierungswerte (M-Werte) Lückenschlüsse zu Gewässermittelachsen auszuschließen. Lückenschlüsse sind hierbei Gewässergeometrien, die in den Gewässerdatensatz eingefügt wurden, um bei Mündungen in flächenhafte Fließgewässer ein topologisch geschlossenes Gewässernetz zu erhalten.

Der Ausschluss erfolgt durch eine attributive Abfrage auf die Mündungsgeometrie, wobei der Feldname und die entsprechende Kodierung von Lückenschlüssen verwendet werden. Liegt ein Lückenschluss vor, wird der Nullpunkt der Route auf den Beginn der Mündungsgeometrie verschoben.


Kalibrierung

Über das RoutenTool lassen sich für Gewässer unterschiedlicher Maßstäbe Gewässerrouten berechnen. Die Kilometrierung wird dabei immer in Abhängigkeit der geometrischen Länge der Gewässergeometrien vergeben. Da sich diese in den einzelnen Maßstäben jedoch unterscheiden, würden darauf bezogene Fachdaten, die als Eventthemen vorliegen, an unterschiedlichen Stellen positioniert werden.

Sollen die Fachdaten jedoch lagegenau auf Routenbestände unterschiedlicher Maßstäbe (z.B. Bearbeitungs- und Berichtsmaßstab) angewendet werden, ist es notwendig, die Stationierung aneinander anzupassen. Dieser Vorgang wird als Kalibrierung bezeichnet. Der Prozeß wird durch das Kalibrierungs-Tool unseres Systems unterstützt.

Das Kalibrierungs-Tool hilft bei der Erstellung und Anpassung von Kalibrierungspunkten und bei der Routenkalibrierung. Zur Kalibrierung werden Fixpunkte gesucht, die in allen Routenbeständen gleich sind. Der Stationierungswert kann an diesen Fixpunkten für alle Routenbestände angeglichen und die Routen-Stationierung neu berechnet werden.

Übersicht über den Arbeitsfluss des Kalibrierungs-Tools:

  • Für jeden Routenbestand werden drei Arten von Kalibrierungspunkten automatisch erzeugt (Quelle, Mündung, Uferschnittpunkt) und als Punkt-Featureklasse im WaWi-Datenmodell gespeichert.
  • Anschließend werden die Kalibrierungspunkte analysiert und die Stationierungswerte abgeglichen.
  • Am Schluss wird der Zielroutenbestand kalibriert.

hydrotools Kalibrierungsmanager
* Eine benutzerspezifische Anpassung und Erweiterung ist natürlich möglich.



Fortschreibung des Gewässernetzes

Bei der Bearbeitung der Gewässerdaten gibt es keinen Stillstand! Ständig müssen die Geometrien an die realen Gewässerverläufe angepasst werden. Die Gründe sind vielfältiger Natur und beinhalten das Bereinigen vorhandener Datenfehler, die Nachführung an reale Änderungen von Gewässerläufen, die Berücksichtigung zwischenzeitlich vorgenommener gewässerbaulicher Maßnahmen und vieles mehr.

Um bei der Fortschreibung des Fliessgewässernetzes die Konsistenz zwischen dem Gewässernetz, den Gewässerrouten und gewässerbezogenen Fachdaten gewährleisten zu können, wurden entsprechende Verfahren implementiert, die eine dezentrale und zeitlich unabhängige Bearbeitung von Gewässergeometrien und gewässerbezogenen Fachdaten ermöglichen.

Die automatisierte Anpassung von M-Werten im Fliessgewässer-Datensatz erfolgt dabei entweder über eine Neuberechnung der Route entsprechend der geometrischen Länge oder über die "Gummiband- Methode". Des weiteren werden über den Eventmanager Funktionen bereitgestellt, die eine Konsistenzprüfung zwischen Gewässer und Routendaten durchführen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

UML Objektmodell - Datentechnische Grundlage der HydroTools®

 

Die Definition der Datenstruktur bildet eine wichtige Grundlage bei der Softwareentwicklung. Einerseits basieren viele Funktionalitäten auf festgeschriebenen Attributdefinitionen, anderseits sollte eine Fortschreibung des Datenmodells in Grenzen möglich bleiben, um vorhandene Funktionalitäten in modifizierten Datenstrukturen mit geringem Anpassungsaufwand weiternutzen zu können. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Datenstruktur für die Berichtsebene noch nicht abschließend abgestimmt und die datentechnische Situation in den einzelnen Ländern sehr heterogen ist.

Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, wurde sowohl bei der Softwareentwicklung als auch bei der Abbildung der Datenstrukturen auf Verfahren gesetzt, die ein Höchstmaß an Flexibilität ermöglichen.


hydrotools klassen

 

Grundlage für die Datenmodellierung bildet die Unified Modeling Language (UML). Die Vorteile dieser graphisch gestützten Datenmodellierung liegen für die Fachverwaltung u.a. in der offenen Dokumentation und der technischen Standardisierung der Fachdaten. Die Möglichkeit der iterativen Weiterentwicklung der Geodatenbank soll insbesondere die sich ständig präzisierenden Anforderungen bei der Umsetzung der EU-WRRL aufgreifen und langfristig eine optimierte Datenhaltung und bessere technische Zusammenarbeit zwischen Fachreferaten, Servicestellen und Auftragnehmern ermöglichen.

Derzeit stehen unseren Kunden zwei objektorientierte UML-Modelle zur Verfügung. Im Datenmodell "EU WRRL" werden die Anforderungen der EU-Wasserrahmenlinie umgesetzt und im Datenmodell "WaWi" (Wasserwirtschaft) die Datenstrukturen des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Grundsätzlich sind die Datenmodelle für abweichende Anforderungen über Microsoft Visio modifizierbar und lassen sich durch Standardwerkzeuge unter ArcCatalog in einer Personal- oder SDE-Geodatabase importieren.

Auf Anfrage stellen wir Behörden der Wasserwirtschaftsverwaltung die UML-Objektmodelle gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich an unseren Standort in Dortmund.


UML-Objektmodell "EU WRRL"

Über das UML-Objektmodell "EU WRRL" wurden im ersten Schritt die Datenvorgaben des "LEITFADEN[S] ZUR UMSETZUNG DER GIS-ELEMENTE DER WRRL" (GIS-Arbeitsgruppe; 2002) berücksichtigt und als ESRI-Geodatabase Datenstruktur abgebildet. Um mit den Anforderungen des "WasserBLIcKs" kompatibel zu bleiben, erfolgten nach der ersten Umsetzung des Datenmodells geringfügige Anpassungen. Abweichend zu den datentechnischen Vorgaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) wurden jedoch die Gewässerkörper und -segmente als Eventthemen modelliert. Diese Vorgehensweise bietet den großen Vorteil, dass sich die Themen maßstabsübergreifend verwenden lassen und nur einmal vorgehalten und gepflegt werden müssen. Der Austausch mit den Schablonen des "WasserBLIcKs" ist nach wie vor gewährleistet.


UML-Objektmodell "WaWi"

Das UML- Objektmodell "WaWi " bildet die Anforderungen des NLWKN für Gewässerdaten und gewässerbezogene Fachdaten ab. Es ergänzt das Modell "EU WRRL" um Datensätze im Bearbeitungsmaßstab 1:25.000 (DLM25 und andere Fachdaten) und Berichtsmaßstab 1:1.000.000 (DLM1000W), die für die Bestandsaufnahme, Maßnahmen- und Bewirtschaftungsplanung notwendig sind.
Durch den weitgehenden Einsatz der Esri-Event-Technologie für Fließgewässer bezogene Fachdaten, wie beispielsweise die Struktur- oder Gewässergüte lassen sich diese Daten sowohl für den Bearbeitungsmaßstab als auch für den Berichtsmaßstab verwenden. Eine redundante Datenhaltung und -pflege entfällt somit.

Auf Anfrage stellen wir Behörden der Wasserwirtschaftsverwaltung die UML- Datenmodelle gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich an unseren Standort in Dortmund.


Datenbasis

Die Datengrundlage bilden vorrangig die Geobasisdaten des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystems (ATKIS) der Landesvermessungsämter. Insbesondere die Vektordaten des Digitalen Landschaftsmodells (DLM25/2 bzw. DLM25/3) und das im Esri-GRID-Format aufbereitete Digitale Geländemodell DGM5 sind für die Bearbeitung der EU-WRRL von besonderer Bedeutung. Die Daten aus dem DLM25 wurden unter Verwendung unserer Schnittstelle ALK/ATKIS-Reader aus dem EDBS-Format in das Coverage- bzw. Geodatabase-Format sowohl als thematische Einzellayer als auch in Form eines Gesamtlayers für die Bearbeitung der EU-Wasserrahmenrichtlinie konvertiert.

Für die Berichtsebene sind darüber hinaus noch die Daten des DLM1000 der BKG (Bundesanstalt für Kartographie und Geodäsie) und die aufbereiteten Daten des DLM1000W der BfG von besonderer Bedeutung.


Datenaufbereitung

Für die Objektarten aus dem Themenbereich "Gewässer" wurde zwischen der LGN und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ein fachlicher Austausch etabliert.

Nach der Erstkonvertierung der Gewässerdaten wurde mit Hilfe der ersten HydroTools®-Version unter ArcInfo-Workstation ein vollständiges, topologisch korrektes Gewässersystem für das gesamte Bundesland Niedersachsen entsprechend der aktuellen LAWA-Richtlinie aufgebaut. Dies beinhaltet die Generierung von Gewässer-Mittelachsen bei flächenhaft ausgeprägten ATKIS-Gewässern sowie den Lückenschluss zwischen Gewässerlinien und Gewässermittelachsen. Nach Beendigung der Arbeiten stand ein topologisch geschlossenes Gewässernetz für weitergehende Arbeiten zur Verfügung.

Neben dem Gewässernetz wurden auch die Einzugsgebietsgeometrien (Hydrographische Karte) sowohl geometrisch als auch attributiv überarbeitet und auf das Gewässernetz abgestimmt. Auch hierfür wurden Funktionen der HydroTools® eingesetzt, mit deren Hilfe Inkonsistenzen schnell identifiziert und behoben werden konnten .

Zusätzlich zu den beschriebenen Datenebenen mussten gewässerbezogene Fachdaten, die z.T. basierend auf alten Gewässergeometrien aufgenommen wurden, in Event-Layer umgewandelt werden. Der weitaus überwiegende Anteil dieser Daten konnte unter Verwendung der Standardfunktionen von ArcGIS in Event-Layer überführt werden. Der verbleibende Rest wurde mit Hilfe des EventFreihand-Tools der HydroTools® überarbeitet.

HydroTools® im Überblick

 

hydrotools
 
 
  • Berücksichtigung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und deren Anforderungen an die Wasserwirtschaftsverwaltungen
  • Grundlage der HydroTools® bildet ein für die Verwaltung frei bereitgestelltes UML Datenmodell, das die Anforderungen sowohl der Berichtsebene (nach EU Guidance GIS) als auch der Bearbeitungsebene berücksichtigt
  • Administrations-Tool für die Steuerung des nutzerspezifischen Datenzugriffs
  • Fachdatenmanager zur Integration überregionaler Daten und Kartendiensten
  • Berechnung von Gewässerrouten nach den Vorgaben der LAWA
  • Maßstabsübergreifende und somit redundanzfreie Verwaltung von Fachdaten durch Verwendung der Esri-Event-Technologie
  • Eventmanager zur Bearbeitung und Analyse von Ereignissen
  • Unterstützung von Arbeitsprozessen durch eigene Editierleiste inkl. automatischer Attributpflege für die Fortschreibung von Gewässerdaten
  • Konsistenter Abgleich von Ereignissen nach der Fortschreibung von Gewässergeometrien
  • Kalibrierungs-Tool zur Kalibrierung von Gewässerrouten unter Berücksichtigung der Anforderungen der BfG (Bundesanstalt für Gewässerkunde)
  • Tools zur Bewertung von Gewässerabschnitten basierend auf der Fischfauna nach Dußling und Ermittlung der Gefährdungsabschätzung nach Vorgaben der LAWA
  • Werkzeuge für die Analyse- und Plausibilisierung von Gewässer- und Hydrographie-Daten
  • Gewässerdaten-Explorer zur Navigation im Gewässernetz
  • Skalierbar (einsetzbar auf Personal oder SDE-Geodatabase)
  • Die HydroTools® basieren auf einem ausgereiften, modularen Ansatz und lassen sich an individuelle Anforderungen anpassen.

Mobile Lösungen

 

Vorrangig im forstlichen Bereich können wir Ihnen mobile Lösungen anbieten, die die tägliche Arbeit vor Ort und im Gelände deutlich erleichtern.

 

Warum GISCON

Kombination aus branchenspezifischen Beratern und erwiesenen GIS Experten

Erfahrung in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern und Querdisziplinen

Weltweite GIS Kompetenz: Netzwerk aus Fachleuten, Partnern und Freiberuflern

Flexible und zuverlässige Wartungs-, Pflege- und Supportmodelle

Umfassende System- und Softwarelösungen für die Bereiche GIS & ERP

Kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Systeme, Technologien und Innovationen

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