GEODAVE® KVF - Kontaminationsverdachtsflächen-Erfassungswerkzeug

Kontaminationsverdachtsflächen (KVF) auf Liegenschaften des Bundes werden über das "Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz / Altlasten" (INSA) als Bestandteil des "Liegenschaftsinformationssystem Außenanlagen" (LISA) erfasst. Koordiniert werden Einsatz, Pflege und Entwicklung dabei durch die Leitstelle des Bundes für Abwassertechnik, Boden- und Grundwasserschutz, Kampfmittelräumung, Liegen-schaftsinformationssystem Außenanlagen LISA, die bei der Oberfinanzdirektion Niedersachsen angesiedelt ist.
Über die Anwendung INSA melden auch die zuständigen Stellen der Bundeswehr entsprechende Kontaminationsverdachtsflächen (KVF) an die Leitstelle des Bundes, die diese Daten dann zur weiteren Prüfung und Bearbeitung an die zuständige Bauverwaltung der einzelnen Bundesländer weiterverteilt.
Das Informationssystem INSA wurde über XML-basierte Schnittstellen an den bereits bei der Bundeswehr im Einsatz befindlichen GEODAVE® Client angebunden. Somit kann die Erfassung und Bearbeitung der KVF-Geometrie über die Standardbearbeitungswerkzeuge aus der so entstandenen Fachanwendung GEODAVE® KVF erfolgen. GEODAVE deckt damit den Bereich des Arbeitsflusses ab, der die räumliche Verortung einer KVF betrifft. Die gesamte Projektverwaltung sowie die Erfassung und Pflege der Sachdaten erfolgt über ein von der OFD Niedersachsen entwickeltes Web-Interface des INSA.
Neben der Integrierung der INSA-Erweiterung in GEODAVE und den damit verbundenen Anpassungen in Nutzerverwaltung und Oberfläche, stellte die Wahrung der Datenkonsistenz zwischen den beiden Systemen einen wesentlichen Bestandteil der Beauftragung dar. Hierzu hat GISCON gemeinsam mit der OFD Niedersachsen und der Mull&Partner Ingenieurgesellschaft als entwickelnde Stelle des INSA klare Schnittstellen definiert und implementiert.